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Sing, sing, was geschah...

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Art.Nr.: CACD31
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Sing, sing, was geschah...

Sing, sing was geschah.....

Die schönsten Volkslieder aus Ostpreußen.
Es singt und musiziert die Musikantengilde Halver unter der Leitung von Harald Falk.
29 Lieder, Gesamtlaufzeit 66 Minuten
,
Eine Produktion des Westdeutschen Rundfunks, Köln, 1969-1987; Cantorka Liederwelt


Hier können Sie jeden Titel vorhören:

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Die Musikantengilde Halver und ihr Dirigent Harald Falk
An einem Sommerabend des Jahres 1952 fand sich ein kleiner Kreis musikliebender Menschen in der Realschule Halver ein, um gemeinsam zu singen. Initiator und Singeleiter war Harald Falk, der im Jahr zuvor als Lehrer für Deutsch, Englisch und Musik an die Realschule gekommen war. Mit einstimmigen Liedern, Kanons und leichten Chorsätzen wurde begonnen, und einzig die Freude am gemeinsamen Tun war zunächst das Hauptmotiv, das den Singkreis zusammenhielt. Dem neuen Chor gab Falk den von Fritz Jöde eingeführten Namen »Musikantengilde « und verwirklichte mit diesem Chor in über 40 Jahren die Vorstellungen der Jugendmusikbewegung mit einer kräftigen persönlichen Handschrift weiter. Dabei lag ihm die Pflege und Weitergabe der Volkslieder aus vielen Ländern besonders am Herzen.

Die Freude am Musizieren erlebte Harald Falk schon im musikalischen Elternhaus in Stettin. Geprägt ist Harald Falk ferner durch die Volksmusiktradition, die in seiner pommerschen Heimat vor dem Zweiten Weltkrieg so lebendig war, wie wir es heute noch in Irland und Wales kennen. Geprägt wurde der junge Lehrer Harald Falk sodann durch die Jugendmusikbewegung. Er ging an die Akademie für Kirchen- und Schulmusik, das damalige geistige Zentrum der Jugendmusikbewegung. Dort erlebte er Fritz Jöde, den großen Anreger und Beweger eines erneuerten musikalischen Lebens, und in seinem Umkreis manche Komponisten und Chorleiter, mit denen Harald Falk lebenslang freundschaftlich verbunden blieb. Wir können heute kaum nachvollziehen, wie befreiend die Jugendmusikbewegung auf die von Starrheit und Konventionen geprägte Gesellschaft gewirkt hatte. Die Jugendmusikbewegung suchte die spätromantische, kaum noch zu steigernde Raffinesse und die gefühlige »Liedertafelei« durch ein schlichteres Musizieren zu überwinden. Wir waren begeistert von der neuen Art der Musik, empfanden sie als modern und gehaltvoll. Madrigale sowie alte Kirchen- und Volkslieder wurden zum Teil in eine neue Form gebracht. Ziel war es, die Volkslieder vom romantischen Schwulst zu befreien. Vorbild war dabei die schlichte Art der alten Meister des 15. bis 17. Jahrhunderts unter Einbeziehung der modernen Tonsprache. Hier beweist Harald Falk in seinen Chorsätzen und Instrumentalbegleitungen eine durchaus eigene Position. Der Liedsatz muss dem Charakter des Liedes entsprechen, er muss sing- und spielbar sein, einfach, aber um Gottes Willen nicht simpel. Die Lieder sollen den Zuhörer erfreuen und animieren. Die begleitenden Instrumente erzählen präludierend, was kommen soll. Sie jubeln und trauern mit dem Text und mit den Sängern. Die Chorsätze sind voller Empfinden, nie sentimental und immer geschmackvoll. Meilen trennen sie von manchem Kitsch, der heute vielfach als Volksmusik firmiert.

Es ehrt die Verantwortlichen des Westdeutschen Rundfunks, diese besondere Qualität Falkschen Musizierens und seiner Musikantengilde erkannt zu haben, und so wurde seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Fülle von Liedern und Tänzen aufgenommen und gesendet. Dabei hat Falk vor allem für die Sendung »Alte und neue Heimat« gearbeitet und sich hohe Verdienste um die Pflege des Liedgutes aus den verlorenen deutschen Ostprovinzen und den deutschen Sprachinseln in Südosteuropa erworben. Auf zahlreichen Reisen durch europäische Länder hat die Musikantengilde Halver musikalische Kontakte geknüpft und Freundschaften gepflegt. Nicht zuletzt für diese Arbeit wurde Harald Falk im Jahre 1993 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Musik entsteht durch Bewegung, ist Bewegung. Gesang entsteht, wenn der Körper richtig in Bewegung gerät – nicht unbedingt in tänzerischer Bewegung –, die Stimmbänder und die Resonanzräume müssen in Schwingungen geraten. Der rechte Sänger wird durch den aus seinem Innern strömenden Gesang glücklich und beseligt, weil er selbst das schwingende Instrument ist, das Bewegung in Harmonie oder Disharmonie erzeugt und weitergibt. Aus dieser Überzeugung lebte das Musizieren Harald Falks und bewegte ihn, den Chor, die Instrumentalisten und seine Zuhörer. Das zeigte schon die Art seines Dirigierens. Er teilte seinen Sängern und Instrumentalisten seinen Schwung, seine Bewegung mit. Und wenn er seine Musikantengilde tadelte oder gar schimpfte – auch das konnte er prachtvoll –, dann geißelte und karikierte er Steifheit, Sturheit, mangelnde Bewegtheit von Körper, Geist und Seele. Nur wer selbst bewegt ist, kann andere Menschen bewegen und anrühren. Und wer vermochte das besser als Harald Falk bei seinen inspirierenden offenen Singen, wo er volle Säle und Kirchen und über die Ätherwellen viele Sänger an den Radios dazu bewegte, die Weihnachtslieder im Dezember und die Frühlingslieder im Mai mitzusingen.

Er war kein Pultstar, nicht nur, weil die kleine Zahl der Sänger die philharmonische Geste verbietet, sondern weil der gleiche Schwung der Begeisterung Sängerinnen und Sänger, Instrumentalisten, Solisten und Chorleiter trägt und bindet, und ein Dirigat im akademischen Schulsinn zu etwas Zweitwichtigem werden lässt. Wer das verstanden hatte, konnte ganz vorzüglich unter ihm oder besser mit ihm musizieren. Und so werden die Sängerinnen und Sänger der Musikantengilde Halver, die Instrumentalisten und die Zuhörer Harald Falk in lebendiger Erinnerung behalten.

Hans Hoffmann


Ostpreußen, das Land der dunklen Wälder und kristallnen Seen, das Land der Elche und der Trakehner Pferde, das Land, das in unzähligen Büchern und Bildbänden seine Geschichte und seine Geschichten erzählt. Seine Lieder aber kennt man vielleicht aus dem Zupfgeigenhansl, aus dem Brummtopf, dem Liederschrein oder dem Wilden Schwan.

Als in den Jahren 1969 und 1970 die Schallplattendokumentation »Volkslieder aus den deutschen Vertreibungsgebieten« erschien, schrieb Professor Herbert Wilhelmi in den Begleittext über die Lieder aus Ostpreußen:

»Der Liedergarten Ostpreußens aber ist besonders reich an Varianten, sowohl der Texte wie der Weisen. Die Daina im Memellande in ihrer transparenten Balladendichtung, die mit wenigen Strichen zeichnend ganze Lebensbilder erstehen läßt, ihre Merkmale tonaler Beziehungen zum griechischen Tonartenkreis, die Kürze der Melodieaussage, alles weist auf Urtypen des Balladengesanges hin, die im mitteleuropäischen Raume längst verklungen sind. Lieder wie ‚An des Haffes ander’m Strand’‚ ‚O käm das Morgenrot’ zeigen eine Vielfalt der Volkstemperamente von der Leidenschaft bis zur milden Heiterkeit, die diesem Volksstamme ganz besonders gut steht. Die Lieder der Masuren zeigen ähnliche Kürze in der Form. Häufig nur 6 Takte. Mehrere Lieder sind durch Liedblätter, Liederbücher in der letzten Zeit bekannter geworden, so die Abendlieder ‚Laßt uns all nach Hause gehen’ oder ‚Zeit zu geh’n ist’s’. Der Polyrhythmus in diesen Liedern ist eine besondere Eigenart der getragen Liedgattung Masurens, während in den heiteren und bewegten Liedern der Mazurka-Rhythmus mit dem anspringenden Volltakt vorherrscht.«

Die Liedauswahl dieser CD beginnt mit dem titelgebenden Lied der Schwäne »…sing, sing, was geschah.…« und steht damit gewissermaßen für das Schicksal des besungenen Landstrichs.
Jenseits der akademischen Betrachtung soll diese Platte aber vor allem Freude bereiten – ob es nun die Erinnerung an die alte Heimat oder einfach nur die Freude am besonderen Volkslied und an besonderen Interpreten ist.

Bernd Widmer


Die Titel:

Zogen einst fünf wilde Schwäne
Das Feld ist weiß
Flogen einst drei wilde Tauben
Hab durchs Fenster einst gesehen
Reiter, schmuck und fein
Steig ein, Liebste mein, komm, du Schöne
Dort jenes Brünnlein
Ja da fahren viele Wagen den Berg hinauf
Spielt, ihr Musikanten, flink auf allen Saiten
Ei, du Vogel Stieglitz
De Oadeboar
Ging ein Weiblein Nüsse schütteln
Hinterm See bei den vier Eichen
Auf des Sees anderer Seit‘
Hüpft die kleine Lerche
O käm das Morgenrot herauf
Feinslieb, ich habs erfahren
O Herz, mein Herze, so gib mir doch Antwort
Die Erde braucht Regen
Singen, tanzen und fröhlich sein
Et weer moal e scheener Friejer
Welch großes Wunder
Wunschlied (Wir treten herein)
Überm Wasser, überm See weiß ich eine Linde stehn
An des Haffes ander‘m Strand
Es dunkelt schon in der Heide
Abends treten Elche aus den Dünen
Laßt uns all nach Hause gehen
Schloap, mien Kindke, lange

 

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Diesen Artikel haben wir am Montag, 29. Oktober 2012 in unseren Katalog aufgenommen.

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